Sky­pe on Bike

Stephan

Coro­na Hil­fe­grup­pe und ich

Aut­hor Ste­phan Erdmann

Es gibt so Tage im Leben die haben etwas sur­rea­les. So einer war am 16. März 2020

Ich hat­te gera­de beschlos­sen mei­ne Kan­di­da­tur als Bür­ger­meis­ter in Erd­mann­hau­sen in einem zwei­ten Wahl­gang nicht mehr wei­ter­zu­ver­fol­gen, als mich eine Freun­din auf die Coro­na Hil­fe­grup­pe Lud­wigs­burg auf­merk­sam machte.

Das pass­te, dach­te ich. Der Wahl­kampf war gegen Ende hin pan­de­mie­be­dingt mit erheb­li­chen Ein­schrän­kun­gen ver­bun­den und ich woll­te ja in der Poli­tik um der Sache wil­len und nicht des Ruh­mes wegen.

Hier könn­te man was sinn­vol­les machen, weit­aus sinn­vol­ler als Wahl­kampf zu betreiben.

Kaum ange­mel­det erhielt ich das Pling einer Nachricht

Hal­lo Ste­phan mir wur­de zu getra­gen du bist was IT anbe­langt ganz fit. Magst du mein Team unterstützen?

Es war 17:41 Uhr, ich war gera­de dabei das Büro zu ver­las­sen um mei­ne Par­tei­kol­le­gen in Stutt­gart zu tref­fen als mich eine gewis­se Rabea Knoss ange­schrie­ben hatte.

Die Grup­pe ist sinn­voll, also klar hel­fe ich dacht ich mir und kei­ne Stun­de spä­ter war ich in eine Admin­grup­pe auf­ge­nom­men und…

Stellt Euch vor Ihr sitzt in der S‑Bahn mit Eurem Fahr­rad auf dem Weg nach Stuttgart.

Ihr steigt aus, schnallt Euch Euren Helm über, befes­tigt Euer Han­dy an der Han­dy­hal­te­rung am Len­ker und fahrt los…

Und plötz­lich seid Ihr in der ers­ten Video­kon­fe­renz-On-Bike Eures Lebens.

Ich konn­te wegen des Ver­kehrs­lärms nur einen Teil ver­ste­hen, aber ich war wohl als radeln­der Kon­fe­renz­teil­neh­mer ein amü­san­ter Anblick.

Umso erstaun­li­cher war aller­dings dass wir trotz selbst sol­cher Umstän­de noch am ers­ten Abend die ers­ten wirk­li­chen Fort­schrit­te erziel­ten und bereits zwar rudi­men­tä­re aber doch kla­re Vor­stel­lun­gen erar­bei­ten konn­ten wie wir das Gan­ze auf­zie­hen wol­len und spä­ter dann auch umsetzten.

Wir leg­ten fest, dass wir eine Art schwar­zes Brett machen woll­ten, dass Kon­takt­da­ten nur per direk­ter Mes­sa­ge aus­ge­tauscht wer­den soll­te, wir leg­ten auch fest, dass wir Bei­trä­ge nicht direkt son­dern erst nach Prü­fung frei­ge­ben woll­ten und auch wie wir intern mit­ein­an­der arbeiten.

Da hat­te sich ein Team gesucht und gefun­den und es funk­tio­nier­te vom ers­ten Tag.

Und es funk­tio­niert noch heute!

Immer enga­giert, immer pro­duk­tiv und ja auch immer lus­tig wie am ers­ten Tag

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